Einsatzgebiete der Vicodis Personenzählung

Menschen, Fitnessstudio, laufen

Gezählt wird überall dort, wo eine Zahl eine Entscheidung auslöst. Im Einzelhandel entscheidet sie über Personaleinsatz und Flächenbewertung, im Club über den Einlass, in der Bibliothek über die Platzvergabe. So unterschiedlich die Anlässe sind – die Technik dahinter ist in allen Fällen dieselbe: eine Axis Kamera, die per Software zum Zählsensor wird.

Vicodis läuft dabei nicht auf einem Server im Hintergrund, sondern als Personenzählung als ACAP auf der Axis Kamera. Das hat für jedes der folgenden Einsatzgebiete dieselbe praktische Konsequenz: kein zweites Gerät an der Decke, keine Zählsoftware im Netzwerk, keine laufenden Cloudkosten.

Diese Seite gibt einen Überblick über die häufigsten Anwendungsfälle. Für die fünf wichtigsten gibt es jeweils eine eigene Seite mit den Details zur Einbausituation und zur Auswertung.


Einzelhandel

Ohne Eingangszahl ist jede Auswertung im Handel eine Vermutung. Der Umsatz sagt, was verkauft wurde – aber nicht, wie viele Menschen dafür in den Laden gekommen sind. Erst das Verhältnis aus beidem ergibt die Conversion Rate, und erst die zeigt, ob ein schwacher Tag am Standort lag oder an der Fläche.

Gezählt wird am Eingang über eine Linie. Wer zusätzlich wissen will, wo sich Kunden auf der Fläche aufhalten und wie lange, legt Zählzonen über einzelne Bereiche – vor einer Aktionsfläche, im Kassenbereich, in einer Abteilung. Die Zahlen laufen tagesgenau zusammen und lassen sich für die Personaleinsatzplanung nach tatsächlichem Aufkommen statt nach Erfahrungswerten nutzen.

Details zur Einbausituation bei Schiebetüren, Windfängen und mehreren Eingängen finden Sie auf der Seite zum Kundenzähler für den Einzelhandel.


Museen und Ausstellungen

Museen brauchen ihre Besucherzahlen doppelt: einmal als Nachweis gegenüber Trägern und Förderern, einmal als Betriebsgröße für den laufenden Ausstellungsbetrieb. Beides lässt sich mit derselben Anlage erledigen.

Am Eingang zählt eine Linie die Besucher des Tages. In den Ausstellungsräumen erfassen Zählzonen, wie viele Personen sich gleichzeitig in einem Raum aufhalten und wie lange sie bleiben. Damit wird sichtbar, welche Räume überlaufen sind, welche kaum betreten werden und ob Einlassintervalle bei Sonderausstellungen greifen. Für Häuser mit Kapazitätsgrenzen aus dem Brandschutzkonzept ist die Anwesenheitszahl zusätzlich eine betriebliche Absicherung.

Wie die Zonen im Raum aufgeteilt werden und was bei hohen Decken und Oberlichtern zu beachten ist, steht auf der Seite zum Besucherzähler für Museen.


Clubs und Bars

An der Tür geht es nicht um Statistik, sondern um eine einzige Zahl in Echtzeit: Wie viele sind gerade drin? Die zulässige Höchstzahl steht im Brandschutzkonzept, die tatsächliche steht nirgends – außer sie wird gezählt.

Vicodis zählt Ein- und Austritte getrennt und zeigt die aktuelle Anwesenheit an. Über ein angeschlossenes Signalgerät lässt sich der Wert als Ampel an der Tür ausgeben, sodass der Einlass nicht vom Kopfrechnen des Türstehers abhängt. Besonderheit im Nachtbetrieb: Der Zähltag lässt sich frei auf die Öffnungszeiten legen, sodass eine Nacht als zusammenhängender Betriebstag ausgewertet wird und nicht um Mitternacht künstlich getrennt.

Die rechtlichen Vorgaben dazu behandelt die Seite zur Versammlungsstättenverordnung, die technische Umsetzung an der Tür die Seite zum Personenzähler für Clubs.


Veranstaltungen und Locations

Bei Veranstaltungen entscheidet die Anwesenheitszahl über die Betriebserlaubnis. Zusätzlich ist relevant, wie sich Besucher auf Bereiche verteilen: Wo staut es sich, welcher Saal ist voll, welcher Nebenbereich bleibt leer.

Mehrere Kameras lassen sich zu einem Zählsystem zusammenschalten, wenn ein Eingang zu breit für ein einzelnes Blickfeld ist. Eine Kamera übernimmt die Führung, die übrigen melden ihre Werte verschlüsselt zu – ausgegeben wird ein konsolidierter Wert statt fünf Einzelzahlen, die niemand addiert. Für wiederkehrende Veranstaltungen entsteht daraus über die Zeit eine belastbare Auslastungshistorie.

Mehr dazu auf der Seite zum Besucherzähler für Veranstaltungen.


Bibliotheken und öffentliche Einrichtungen

Öffentliche Träger sind bei der Auswahl einer Zähllösung am stärksten eingeschränkt – und zwar weniger durch das Budget als durch die Anforderungen an die Datenverarbeitung. Lösungen, die Bilder oder Zählwerte an einen externen Dienst übertragen, scheiden in vielen Häusern von vornherein aus.

Vicodis verarbeitet ausschließlich auf der Kamera, erhebt keine biometrischen Merkmale und benötigt keine Internetverbindung. Damit lässt es sich auch in Netzen ohne Außenanbindung betreiben. Fachlich liefert es, was Bibliotheken brauchen: Besucherzahlen für den Jahresbericht, Auslastung einzelner Lesebereiche und die Frage, wie viele Arbeitsplätze zu welcher Tageszeit belegt sind.

Warum das für öffentliche Einrichtungen den Ausschlag gibt, steht auf den Seiten zum Personenzähler ohne Cloud und zum Besucherzähler für Bibliotheken.


Weitere Einsatzgebiete

Nicht jeder Anwendungsfall hat eine eigene Seite. Regelmäßig gezählt wird außerdem in Schwimmbädern und Freizeiteinrichtungen, in Fitnessstudios mit begrenzter Trainingsfläche, in Bürgerämtern und Behördenfoyers, in Coworking-Flächen, in Kirchen und Gedenkstätten sowie an Messeständen zur Auswertung der Standfrequenz.

Die Anforderungen ähneln sich: eine belastbare Eingangszahl, in manchen Fällen eine Anwesenheitsgrenze, und in fast allen Fällen die Vorgabe, dass keine personenbezogenen Daten anfallen dürfen.


Was alle Einsatzgebiete gemeinsam haben

Unabhängig von der Branche ist der Aufbau derselbe: eine Axis Kamera mit AXIS Object Analytics, darauf Vicodis als Anwendung, Auswertung im Browser. Historische Zähldaten lassen sich als CSV oder PDF exportieren, bestehende Auswertungen über die etablierten Axis Zählschnittstellen anbinden.

Welches der drei Systeme zur jeweiligen Einbausituation passt – Deckenhöhe, Lichtverhältnisse, Innen- oder Außenbereich – zeigt die Übersicht unter Preise und Systeme. Wenn Sie unsicher sind, welche Kamera an Ihrer Tür sitzen sollte, sprechen Sie uns an; für die Einschätzung genügt in der Regel ein Foto des Eingangs und die Angabe der Deckenhöhe.