Keine Aufzeichnung
Vicodis schreibt keine Bilder und kein Video, nicht einmal kurz, nicht einmal im Fehlerfall.
Ist Personenzählung DSGVO-konform? Das hängt weniger vom Zählen ab als davon, wohin das Kamerabild geht. Was die Verordnung verlangt, was Vicodis in der Kamera verarbeitet und was es nie speichert.
Diese Seite erklärt unsere Architektur. Sie ist keine Rechtsberatung – die Beurteilung für Ihren Standort trifft Ihr Datenschutzbeauftragter.
Die DSGVO gilt für personenbezogene Daten: Informationen über eine Person, die identifiziert ist oder identifiziert werden kann. Ein Kamerabild, auf dem Menschen erkennbar sind, ist ein personenbezogenes Datum. Eine Zahl wie „318 Eintritte zwischen 9 und 10 Uhr“ ist es nicht – niemand lässt sich daraus erkennen.
Beim Datenschutz läuft die Besucherzählung deshalb auf drei Fragen hinaus: Welcher Schritt berührt personenbezogene Daten, wie lange, und was kommt dabei heraus? Zwei Grundsätze der Verordnung weisen den Weg:
Bei Vicodis wird das Bild in der Kamera von AXIS Object Analytics ausgewertet. Es existiert nur im Arbeitsspeicher der Kamera, für den Moment der Analyse. Was bei Vicodis ankommt, ist kein Bild, sondern ein Ereignis: „eine Querung mehr an Linie 1“.
Bei Videoanalyse auf einem Server wandert der Videostrom über das Netz zu einem anderen Rechner, und das Bild wird dort verarbeitet. Den Unterschied erklärt die Seite Zählung in der Kamera oder auf dem Server.
Die kurze Analyse in der Kamera ist im rechtlichen Sinn trotzdem eine Verarbeitung. Ob sie einen Hinweis oder einen Eintrag im Verarbeitungsverzeichnis braucht, beurteilt Ihr Datenschutzbeauftragter – die Architektur hält sie so kurz und so abgeschlossen wie technisch möglich.
Videoanalyse arbeitet mit aufgezeichnetem oder gestreamtem Video. Vicodis hat gar kein Video, mit dem es arbeiten könnte.
Vicodis schreibt keine Bilder und kein Video, nicht einmal kurz, nicht einmal im Fehlerfall.
Das Dashboard zeigt Zahlen und Diagramme. In Vicodis gibt es keine Videoansicht.
Niemand wird durch ein Gebäude verfolgt oder an einer anderen Tür wiedererkannt.
Keine Gesichter, kein Alter, kein Geschlecht, keine anderen Merkmale einer Person.
Anonyme Zählung: Personenbezogene Daten erreichen die Datenbank in der Kamera nie.
| In der Kamera gespeichert | Nie gespeichert |
|---|---|
| Eintritte und Austritte je Zähllinie und Fünf-Minuten-Abschnitt | Bilder, Video, Einzelbilder |
| Die aktuelle Zahl der Anwesenden | Gesichter, biometrische Merkmale, Alter oder Geschlecht |
| Bei Fahrzeugen: Zählwerte je Fahrzeugklasse | Kennzeichen |
| Kapazität, Liniennamen und andere Einstellungen | Bewegungspfade, IDs oder Daten zur Wiedererkennung |
| Einstellungen für Berichte und Alarme | Kennungen von Telefonen, WLAN oder Bluetooth |
Zähldaten lassen sich im Dashboard weder versehentlich noch absichtlich löschen: Das Löschen braucht einen einmaligen Schlüssel, den wir auf Anfrage ausstellen. Das schützt die Zahlen, die Sie in Berichten und Förderanträgen verwenden.
Eine Datenschutz-Folgenabschätzung (Art. 35) ist nötig, wo eine Verarbeitung voraussichtlich ein hohes Risiko für Menschen mit sich bringt. Entscheidend sind hier zwei Tatsachen: Das Bild verlässt die Kamera nie, und gespeichert werden nur zusammengefasste Zählwerte. Die Entscheidung trifft Ihr Datenschutzbeauftragter, unter Berücksichtigung der Listen der Aufsichtsbehörden.
Nein. Vicodis weiß nicht, wer jemand ist. Beschäftigte, die durch die Tür gehen, werden wie alle anderen gezählt, als Zahl.
Nein. Die App hat keine Videoansicht. Die eigenen Videofunktionen der Kamera sind davon getrennt und werden über die Benutzerkonten der Kamera gesteuert – sie lassen sich einschränken oder abschalten.
Nein. Ohne Identitäten lässt sich nicht feststellen, wann eine bestimmte Person kam oder ging.
Wer ein Benutzerkonto auf der Kamera hat. Den Zugang verwaltet Ihre IT, nicht wir.
Mehr dazu, alle Daten im Haus zu behalten: Personenzähler ohne Cloud. Einordnung nach der EU-KI-Verordnung: KI-Verordnung und CRA. Das Produkt: Vicodis Besucherzähler.
Sie kann es sein, und die Architektur entscheidet. Wird das Bild in der Kamera ausgewertet und verlassen nur Zählwerte die Analyse, werden keine personenbezogenen Daten gespeichert oder übertragen. Genau so arbeitet Vicodis. Den kurzen Verarbeitungsschritt in der Kamera und einen möglichen Hinweis am Eingang beurteilt trotzdem Ihr Datenschutzbeauftragter.
Meist nicht, aber Ihr Datenschutzbeauftragter entscheidet. Eine Datenschutz-Folgenabschätzung ist nötig, wo eine Verarbeitung voraussichtlich ein hohes Risiko für Menschen birgt. Zählung, die in der Kamera zusammenfasst und weder Bilder noch Identitäten speichert, gilt in der Regel als geringes Risiko; Behördenlisten und Ihr Standort können das ändern.
Vicodis selbst zeichnet nie Video auf und zeigt keines. Die Axis-Kamera hat eigene Videofunktionen, die von der App unabhängig sind und über die Benutzerkonten der Kamera gesteuert werden. Soll niemand Bilder sehen, schränken Sie den Videozugriff in der Kamera ein oder schalten ihn ab; die Zählung läuft ohne Videostrom weiter.
Nennen Sie uns Ihr Kameramodell oder Ihr Projekt – wir prüfen die Eignung und melden uns mit einem konkreten Vorschlag.