Nachweis von Besucherzahlen
Museen, Bibliotheken und Behörden melden Besucherzahlen an Träger und Fördergeber.
Was ist Personenzählung, wie funktioniert Personenzählung, und welche Sensorverfahren gibt es? Ein sachlicher Überblick über die Technik, darüber, was jedes Verfahren erfasst, und wo die Grenze zwischen einer Zahl und personenbezogenen Daten verläuft.
Personenzählung – oft auch Besucherzählung oder Frequenzmessung genannt – misst, wie viele Menschen einen Punkt passieren, meist einen Eingang, und in welche Richtung. Aus diesen Querungen entstehen drei Arten von Zahlen:
Keine dieser Zahlen muss wissen, wer jemand ist. Ein Zählwert ist eine Zahl, kein Datensatz über eine Person.
Die Verfahren unterscheiden sich darin, was sie sehen, wo sie gut funktionieren und was sie erfassen. Jeder Sensor zur Besucherzählung hat seinen Platz.
| Verfahren | So zählt es | Passt gut | Grenzen |
|---|---|---|---|
| Lichtschranke | Ein Lichtstrahl quer über die Tür wird unterbrochen | Schmale Türen, wenig Betrieb, kleines Budget | Gruppen nebeneinander zählen als eine Person; Richtung braucht zwei Strahlen |
| Wärmesensor | Erkennt Körperwärme von oben | Orte, die optische Sensoren ausschließen | Geringe Auflösung; warme Umgebung stört |
| 3D-Stereo | Zwei Objektive messen die Höhe und trennen Personen | Dichtes Gedränge, stark genutzte Eingänge | Eigener Sensor je Tür; begrenzte Montagehöhen |
| Time of Flight | Misst Abstände über reflektiertes Licht | Dunkle Bereiche, Deckenmontage | Begrenzte Reichweite und Abdeckung je Sensor |
| Kamera mit Edge-KI | Ein Erkennungsmodell in der Kamera findet Personen und zählt Linienquerungen | Breite Eingänge, vorhandene Kameras, auch Fahrzeuge | Braucht passendes Licht und eine passende Montageposition |
WLAN- und Bluetooth-Tracking wird manchmal als Zählung verkauft, zählt aber Geräte statt Menschen und arbeitet mit Gerätekennungen – und die sind personenbezogene Daten. Begriffe wie Zähllinie, Belegung oder Edge-Verarbeitung erklärt das Glossar zur Personenzählung.
Egal welcher Sensor: Die virtuelle Linie, an der Querungen gezählt werden, entscheidet über die Qualität der Zahlen. Sie gehört dorthin, wo jeder vorbei muss und niemand stehen bleibt – knapp innerhalb der Tür, über die ganze Breite, quer zur Laufrichtung. Eine Linie vor einer Theke oder einer Ticketschlange zählt Menschen, die zögern, umdrehen und erneut queren.
Der Sensor muss Menschen einige Schritte vor und hinter der Linie sehen, damit er die Richtung erkennt.
Eine Zahl wie „318 Besucher am Dienstag“ ist kein personenbezogenes Datum – niemand lässt sich daraus erkennen. Ein Bild, auf dem Menschen erkennbar sind, ist ein personenbezogenes Datum, ebenso eine Gerätekennung, die von Ort zu Ort verfolgt wird.
Die entscheidende Frage ist deshalb nicht, ob eine Kamera beteiligt ist, sondern wo das Bild verarbeitet wird und was diesen Ort verlässt. Die Architekturen vergleicht die Seite Zählung in der Kamera oder auf dem Server; die rechtliche Seite behandelt Personenzählung und DSGVO, Standorte ohne jede Verbindung nach außen der Personenzähler ohne Cloud.
Museen, Bibliotheken und Behörden melden Besucherzahlen an Träger und Fördergeber.
Veranstaltungsorte und öffentliche Gebäude halten eine Höchstbelegung ein – siehe Belegungsanzeige mit Ampel und die Versammlungsstättenverordnung.
Stoßzeiten zeigen, wann mehr Personal nötig ist und welche Öffnungszeiten wirklich genutzt werden.
Dasselbe Prinzip zählt Fahrzeuge auf einer Parkfläche ein und aus und leitet die freien Plätze ab.
Der Kauf ist nur ein Teil der Kosten. Über fünf oder zehn Jahre wiegen andere Posten oft schwerer:
Fünf Fragen grenzen die Auswahl schnell ein:
Wie ein kamerabasierter Ansatz diese Fragen beantwortet, zeigen die Vicodis-Produkte.
Personenzählung ist die automatische Messung, wie viele Menschen einen Punkt passieren oder sich in einem Bereich aufhalten. Ein Sensor am Eingang erfasst jede Querung und ihre Richtung, und eine Software macht daraus Besucherzahlen, Belegung und Verläufe über die Zeit. Gute Systeme speichern nur Zählwerte, nicht wer die Menschen waren.
Die Kamera blickt von oben auf den Eingang, und ein Erkennungsmodell findet in jedem Bild die Personen. Überquert eine erkannte Person eine virtuelle Linie, wird die Querung in ihrer Richtung gezählt. Mit Edge-KI passiert das in der Kamera, sodass nur der Zählwert das Gerät verlässt und kein Bild gespeichert wird.
Ein bestes Verfahren gibt es nicht, es hängt vom Eingang ab. Lichtschranken passen zu schmalen Türen mit wenig Betrieb, Wärmesensoren zu Orten, die Kameras ganz ausschließen, 3D-Stereo- und Time-of-Flight-Sensoren kommen gut mit Gedränge zurecht, und Kameras mit Edge-KI decken breite Eingänge ab und nutzen vorhandene Technik.